„Wähle Vielfalt!“ – Trotz Regenwetter und zeitgleicher Oktoberfesteröffnung kamen am 16. September fast 100 Menschen auf den Marienplatz

Im Vorfeld der kommenden Bundestagswahl hatte der Christopher Street Day München (CSD) zusammen mit der Münchner LSBTI-Community (Lesben, Schwule, Bi-Sexuelle, Trans-*Menschen und intergeschlechtliche Menschen) zu einer Kundgebung auf den Marienplatz aufgerufen. Unter dem Motto „Wähle Vielfalt!“ wurde ein klares Zeichen gegen Rechts und für ein vielfältiges und buntes Deutschland gesetzt.

Knapp 100 Menschen waren trotz Regenwetter und zeitgleicher Eröffnung des Oktoberfests gekommen. Die Vertreter*innen von zehn Münchner LSBTI-Vereinen und –gruppen verliehen ihren jeweiligen Forderungen Ausdruck und warnten vor den Folgen eines Rechtsruck bei der kommenden Wahl.

Die Bilder von der Veranstaltung:  Facebook Bildergalerie


Der Appell an alle engagierten Politiker*innen: Es ist immer noch viel zu tun, …

… weil rechte Strömungen und Rechtspopulisten offen gegen LSBTI hetzen und alte Vorurteile neu schüren! Die Politik muss dem verstärkt und offensiv mit einem nationalen Aktions- und Bildungsplan gegen Homo- und Transphobie begegnen.

… weil für Regenbogenfamilien gleiche Rechte noch immer nicht Realität sind! Auch für gleichgeschlechtliche Paare muss die automatische gemeinsame Elternschaft Standard werden. Deshalb gehört das Abstammungsrecht reformiert.

… weil die bestehende Diskriminierung von LSBTI eine beschämende Tatsache ist! Niemand sollte mehr aufgrund seiner sexuellen Orientierung oder seiner geschlechtlichen Identität benachteiligt werden können. Deshalb müssen diese Merkmale in den Gleichbehandlungsartikel (Art. 3) des Deutschen Grundgesetz‘ aufgenommen werden.

… weil trans* und inter* Menschen unsere Unterstützung brauchen! Das Transsexuellengesetz (TSG) ist veraltet und muss endlich an die wirklichen Bedürfnisse von Trans*-Menschen angepasst werden. Intergeschlechtliche Menschen müssen endlich vor Zwangsoperationen geschützt werden und selber über ihren Körper bestimmen dürfen.

… weil LSBTI-Geflüchtete unseren besonderen Schutz brauchen! LSBTI, die aufgrund von Unterdrückung und Verfolgung aus ihren Heimatländern zu uns geflüchtet sind, bedürfen besonderer Schutzmaßnahmen und sollen ein uneingeschränktes Bleiberecht erhalten.


Der Appell an alle engagierten Münchner*innen: Informieren sie sich und „wählen sie Vielfalt!“

Gehen Sie zur Wahl und geben sie ihre Stimme einer Partei, die sich für eine offene und bunte Gesellschaft einsetzt, die für alle Menschen lebenswert ist!

Informationen zu den politischen Aussagen der Parteien zu LSBTI gibt es zum Beispiel beim Lesben- und Schwulenverband Deutschland www.lsvd.de, bei der Bundesvereinigung Trans* www.bv-trans.de oder beim Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für Politische Bildung www.wahl-o-mat.de.


Vertreter*innen der folgenden Vereine und Institutionen haben bei der Kundgebung gesprochen:

Rita Braaz für Christopher Street Day München & Lesbentelefon e.V.
www.letra.de  

Dr. Kai Kundrath für Sub e.V.
www.subonline.org

Marion Lüttig für die Fach-und Beratungsstelle Regenbogenfamilien 
www.regenbogenfamilien-muenchen.de   

Eine geflüchtete Lesbe und Thomas Michel für die Rainbow Refugees Munich 
www.rainbowrefugeesmunich.net  

Christian Schabel-Blessing für TransMann e.V.
www.transmann.de  

Vincent Reindl für die Trans*Inter*Beratungsstelle
www.trans-inter-beratungsstelle.de  

Sarah Wetzel & Werner Gaßner für das Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt
buendnisvielfaltstatteinfalt.de  

Daniel Netzer für das Aufklärungsprojekt München
www.aufklaerungsprojekt-muenchen.de  

Ariane Rüdiger für das Forum Homosexualität und Geschichte
www.forummuenchen.org  


Kontakt:

Rita Braaz, Pressesprecherin
(0176) 61 84 40 66, rita@csdmuenchen.de

Thomas Niederbühl, Politischer Sprecher
(0171) 834 88 53, thomas.niederbuehl@rosaliste.de

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